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Harry Graf, ewz (l) Roland Beer, Axpo (r)


Ruedi Baumann, Redaktionschef Zrich-Bund beim Tages Anzeiger moderierte klug und mit Gespr


Hanspeter Guggenbhl, freier Journalist, (l) Thomas Isler, Kantonsrat FDP (r)


Macht, Watt Ihr Volt ! Der Strommarkt unter Strom

Die ZPRG lud am 23. März zur Lunchveranstaltung in die zur Aktionshalle umgebaute Anlage des ehemaligen Stromunterwerks des ewz (Elektrizitätswerk der Stadt Zürich). Mitten im futuristisch anmutenden Bühnendekor der Movers Dance-Company, fand ein angeregtes Podiumsgespräch über Strommarktfragen statt. Zwei Exponenten der Elektrizitätsanbieter Axpo und ewz kreuzten die Klingen mit einem in Strommarktfragen sehr fundierten Kantonsrat und einem kritischen freien Journalisten.

Das Podium
Ruedi Baumann, Redaktionschef beim Zürich-Bund des Tages Anzeigers, moderierte mit Geschick und Witz die dynamische Runde. Roland Beer, Stv. CEO und Chief Marketing & Sales Officer bei Axpo, und Harry Graf, Leiter Corporate Communications beim ewz, legten denn auch die Schwierigkeiten bei der schrittweisen Liberalisierung dar. Auf der anderen Seite sassen Hanspeter Guggenbühl, Freier Journalist und profunder Kenner der Thematik und Thomas Isler, Kantonsrat FDP, der in der vorberatenden Komission zum Gesetz über die Neuordnung der Elektrizitätsversorgung mitwirkte. Beide liessen in witzig, manchmal provokant zynischen aber immer fairen Statements ihre Kompetenz aufblitzen.

Wirklich kontradiktorisch konnte das Gespräch allerdings nicht werden, weil die Einführung des Elektrizitätsmarktgesetzes zur Liberalisierung nur in Etappen über sechs Jahre hin von statten gehen wird und keine echte Marktöffnung ansteht.

Das Thema ist komplex; Strom ist nicht gleich Strom. Solar- Wasser AKW- Wind- Biostrom oder gar zugekaufte Energie aus einer Dreckschleuder (Kohlekraftwerk) in Osteuropa gefällig?
Und wer wird von den 1100 (!) Stromanbietern in der Schweiz letztendlich im offenen Markt überleben? Der Vergleich zur Telefonie oder zum Hardware-Markt zeigt: Nur durch Service- und Zusatzleistungen lassen sich Marktvorteile herausschlagen. Ein zukünftiger Anbieter braucht zudem nicht mal eine eigenes Verteilnetz. Er kann sich auf einem bestehenden einmieten.

Fazit
Die beschränkte Mittagszeit liess leider nicht zu, das Thema umfassend zu beleuchten. Aber die Auseinandersetzung in der kompetenten Runde bot viele Informationen, um sich ein klareres Bild über die grundstürzende Veränderung im Strommarkt zu verschaffen.

Detailbericht unter www.prch.ch/zprg/d/news

Peter Oberholzer, ZPRG


 

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last update 25.07.2026

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