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Studie zur Internet-Nutzung bei Medienleuten
Die Medienschaffenden der deutschsprachigen Schweiz nutzen das Internet laut einer neuen Studie vor allem als Quelle von Zusatzinformationen. Als Ideenlieferant spielt das Internet eine kleine Rolle. Der grösste Teil der befragten Medienleute hat noch nie einen Artikel aufgrund von Internet-Informationen geschrieben.
Viele der 754 befragten Journalistinnen und Journalisten könnten sich dies aber vorstellen, schreiben die Autoren der Studie von Bernet PR und der Zürcher Hochschule Winterthur in einer Zusammenfassung vom Freitag. Insgesamt nutzen 97% der Befragten das Internet für ihre Arbeit. 80% tun dies täglich, 60 mehrmals pro Arbeitstag. Die Autoren haben rund 2700 Medienschaffende in der Deutschschweiz angeschrieben. Die Rücklaufquote betrug rund 28%.
Wer Journalisten gut informieren will, beachte Folgendes
1. E-Mail und Internet sind dominante Realität der journalistischen Arbeitswelt: 97 Prozent der Befragten nutzen das Netz, 80 Prozent täglich, 60 Prozent mehrmals täglich. E-Mail ist ein stark genutztes und auch für den Empfang von Pressemitteilungen beliebtes Medium.
2. Die meistbesuchten Internet-Seiten sind gemäss Umfrage Suchmaschinen, Verwaltungs-Auftritte, News-Portale, Unternehmens-Seiten und Datenbanken. Die drei besten News-Seiten sind nzz.ch, tages-anzeiger.ch und www.blick.ch; die drei besten Firmen-/Verwaltungsadressen heissen admin.ch, parlament.ch und sbb.ch.
3. Das Internet ist eine Quelle für Hintergrund-Informationen. Hier holt man sich unabhängig von Bürozeiten schnell die Zusatzinformationen, die für einen Artikel wichtig sind.
Trotzdem ersetzt dieser Kanal aus journalistischer Sicht keine bestehenden Kontaktwege. Das heisst laut den Verfassern der Studie für Medienstellen in allen Organisationen:
1. Presseinformationen gehören spätestens während einer Pressekonferenz auch aufs Internet. Damit Medien, Mitarbeiter, Investoren dort sofort nachschlagen können, wenn erste Meldungen in Online-Diensten, Radio, Fernsehen auftauchen.
2. Communiqués sind je nach Wunsch brieflich, per Fax oder per E-Mail zu versenden. Dieser Wunsch ist in entsprechenden Adress-Datenbanken festzuhalten.
3. Ein guter Web-Mediencorner enthält in erster Linie Pressetexte für den Download, Zahlen und Faktenblätter sowie Kontaktadressen. Und er ist immer top-aktuell was neue Anforderungen an die Planung der Medieninformation stellt und zusätzliche Ressourcen beansprucht. Das Internet macht alles schneller, trotzdem zeigt die Befragung: Der persönliche Kontakt bleibt unersetzlich. Gute Medienarbeit bleibt elektronisch, schriftlich und persönlich auf Draht.
sda
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