PRCH

 


Thomas Bornhauer: Wrde mir morgen ein Ziegelstein auf den Kopf fallen, so wre mein Fazit rasch gezogen: Schade, ich htte gerne noch etwas lnger gelebt, andererseits habe ich jeden Tag von A-Z genossen und nichts, aber auch gar nichts verpasst.


PR heisst auch nachhaken und sich querlegen

Alter Hase und noch immer Enfant terrible: Thomas Bornhauser, Leiter Kommunikation + Kulturelles bei der Migros Aare, zu Medienwandel und Berufsverständnis, Kreativität und Querdenkertum, persönlichem Glücksgefühl und plötzlichen Begegnungen mit Ziegelsteinen. Ein persönliches Plädoyer für unbequeme PR. Hier ein kleiner Appetizer aus der aktuellen Ausgabe von Marketing & Kommunikation.

M&K: Wie kann Kreativität im operativen Geschäft überleben?
TB: Krea(k)tivität im operativen Alltag hat nur dann eine Chance, wenn die Chefetage sie gewähren lässt. Sagen zwar alle, aber die wenigsten CEOs halten sich wirklich einen kreativen Hofnarren (das war soeben ein Kompliment an meinen Chef). Schade.

M&K: PR etwas für Querdenker? Wie lässt sich das mit Individualität vereinbaren und wie viel Nonkonformismus ist wirtschaftsverträglich?

TB: Da wären wir wieder beim Hofnarren ... Salopp ausgedrückt: Ein PR-Mann (oder eine Frau), der intern nur Freunde hat, der macht, objektiv gesehen, etwas falsch. Gerade der unternehmerische Chefkommunikator müsste intern unangenehme Fragen stellen, nachhaken, oder sich querlegen. Klar, ist einfacher gesagt, als getan. Ich masse mir jedoch nicht an, PR-Kolleginnen und -Kollegen diesbezüglich Ratschläge zu erteilen. In einer Bank, bei einer Versicherung oder bei einem Bundesbetrieb hätte ich sicher nicht den Bruchteil jener Freiheiten, die ich hier geniesse und auslebe, wenn auch nicht immer zur Freude meiner eigenen Arbeitskolleginnen und -kollegen ...

sb


 

zurück zur Übersicht

franais

©2000 prch.ch
Impressum

last update 25.07.2026

Eine Initiative der SPRG • Une initiative de l'SSRP