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Enttäuschte Liebe?
Gespannt erwarteten über 200 PR-Fachleute, die am 18. September zum PR-Symposium ins Berner Kultur-Casino gepilgert waren, auf neue Wege in der Medienarbeit geführt zu werden. Ist nun mit Aktion, Provokation oder Personenkult mehr Medienresonanz zu erzielen?
Die SPRG lud Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Medien und PR-Branche ein, am diesjährigen PR-Symposium über Medienarbeit und Zusammenarbeit mit den Medien im Zeitalter des Thesenjournalismus zu informieren, zu diskutieren und zu streiten. In seinen Begrüssungsworten gab Peter Zoebeli, Präsident der Berufsregisterkommission BR/SPRG seiner Erschütterung über die unfassbaren Terroranschläge vom 11. September in USA Ausdruck. Und er sprach aus, was wohl viele der Anwesenden dachten: PR-Schaffende sind angesichts dieser von Menschen verübten Gewalttaten, des damit verbundenen Leids und der darauf folgenden Krise sowohl als Privatpersonen wie auch als Berufsleute angesprochen.
Wa(h)re Information
Dreh- und Angelpunkt der fünf Referate zum Themenkreis Aktion Provokation Personenkult: Neue Wege für die Medienarbeit im Zeitalter des Thesenjournalismus war selbstredend die allgemeine Entwicklung im Journalismus und dessen Auswirkungen auf die PR-Arbeit. Was ist zu tun, wenn Texte vor allem süffig und Information in erster Linie leicht verdaulich sein muss?
Matthias Lauterburg, Redaktionsleiter TeleBärn, führte souverän und als langjähriger Journalist selbstdeklariert nicht neutral durch die Referate sowie die abschliessende, leidenschaftlich, lustvoll und kontrovers geführte Podiumsdiskussion über die Qualität des Boulevardjournalismus, die Beisshemmung der Bundeshausjournalisten und die Grenzen der Personalisierung. Für Oswald Sigg ist etwa das Phänomen der enttäuschten Liebe der Schlüssel der Personalisierungsdiskussion und Adolf Ogi sei in seinen Liebesbeziehungen mit den Medien oft enttäuscht worden.
Zusammenfassung der Referate: www.prch.ch
sb
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